Hausarztpraxis Andreas M. Ploch Facharzt für Allgemeinmedizin Velaskostr. 2, 85622 Feldkirchen
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Haie

 

Durch der Filmtrilogie „Der weiße Hai“ wurden die Haie bei der Weltbevölkerung in ein vollkommen falsches Licht gerückt. Dem Hai wurden Eigenschaften, wie Grausamkeit, List und Rache zugeschrieben, was sogar zu einer weltweiten Zunahme der Jagd auf Haie und deren Tötung geführt hat. Teile der Haie werden auch als Delikatesse geschätzt, bzw. als Potenz- oder dubiose Heilmittel verkauft.

 

Nach Schätzungen von Tierschutzorganisationen werden jährlich rund 100 Milionen Haie vom Menschen getötet – aber pro Jahr sterben weltweit aber durchschnittlich nur ein Dutzend Menschen durch Haiangriffe. Meist sind von einem Haiangriff Surfer, Schwimmer oder im hüfttiefen Wasser stehende Menschen betroffen. Der Hai verwechselt den Menschen bei solchen Angriffen mutmaßlich mit einem seiner natürlichen Beutetiere, der Angriff erfolgt also sozusagen versehentlich. So ist es auch zu erklären, dass die Haiopfer nicht gefressen werden.

Von den über 200 Haiarten sind nur ein rundes Dutzend für den Menschen wirklich potentiell gefährlich. Dazu zählen der weiße Hai, Tigerhai, Makohai, Bullenhai und Hammerhai. Die meisten unprovozierten tödlichen Angriffe werden dem Tigerhai zugeschrieben.

Der letzte tödliche Angiff eines Hais auf einen Gerätetaucher liegt wahrscheinlich schon über 10 Jahre zurück, wobei es sich jedoch um einen Berufstaucher handelte.

 

Die Begegnung mit einem Hai stellt für den Sporttaucher eine besondere Faszination dar, nicht zuletzt aufgrund dessen schlechten Rufs. Die Haie jedoch meiden üblicherweise die Gesellschaft der Gerätetaucher, da diese durch den Blasenaustritt laute Geräusche verursachen, welche die extrem sensiblen Sinnesorgane der Haie stark belasten. Schlafende Haie flüchten jedoch meistens nicht.

Die meisten Haibegegnungen betreffen neben schlafenden Haien (oft Ammenhai, Leopardenhai) den grauen Riffhai, den Weißspitzenriffhai und den Hammerhai in größeren Schulen. Sind die Haie an viel betauchten Riffen an Taucher gewöhnt, kommen sie oft neugierig näher, was auf Taucher bedrohlich wirken kann.

 

Einem tatsächlichen Angriff eines Haies auf einen Taucher geht in den allermeisten Fällen die Provokation des Tieres durch den Taucher voraus. Wird ein schlafender Hai berührt, beißt dieser nicht selten erschreckt zu, um danach zu flüchten. Die meisten Unfälle dieser Art betreffen Ammenhaie.

Versucht man einen davonschwimmendan Hai zu verfolgen, und fühlt sich dieser dadurch bedroht, wird er zunächst Warnsignale geben. Dazu gehört die buckelartige Krümmung des Rückens und das Absenken der Brustflossen. Wenn sich der Hai weiter bedrängt fühlt und nicht flüchten kann, schwimmt er evtl. zunächst einen Scheinangriff, bei dem der Taucher oftmals als letzte Warnung touchiert wird. Dreht der Störenfried danach nicht ab oder tritt für den Hai nicht deutlich erkennbar den Rückzug an, erfolgt evtl. der echte Angriff.

 

Werden Haie durch Blut angelockt?

Mit ihren sensibelen Sinnesorganen (Lorenzini’sche Ampullen) sind Haie in der Lage, Blut selbst in stärksten Verdünnungen wahrzunehmen und die Blutquellen über Kilometer hinweg anhand der Konzentrationszunahme des Blutes im Wasser zu finden. Oft ließt und hört man daher als Taucher die Warnung, nicht mit offenen Wunden ins Wasser zu gehen, da hierdurch fressgierige Haie angelockt würden. Diese Ratschläge gehen teilweise sogar so weit, dass menstruierenden Frauen vom Tauchen in haibesiedelten Gewässern abgeraten wird!

Tatsächlich aber werden Haie nur durch das Blut ihrer natürlichen Beutetiere (Fische, Pinguine, Robben, Delfine etc.) angezogen. Menschenblut stellt für sie keinen Angriffsreiz dar.

 

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© Hausarztpraxis Ploch in Feldkirchen, Februar 2020